Begegnungen wahrnehmen – ein Impuls zur Fastenzeit

Innehalten und sich erinnern

In der katholischen Tradition wird die Fastenzeit an Aschermittwoch mit dem Satz
„Mensch, bedenke, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehren wirst“ eröffnet. Für mich steckt in diesem sehr alten Spruch sehr viel Weisheit: Mensch, bedenke, was du aus deinem Leben machst.

 

Die Kostbarkeit der kleinen Momente

Das Leben ist kostbar und einzigartig, auch wenn es Höhen und Tiefen mit sich bringt. Wie kostbar und einzigartig Momente, Begegnungen, Menschen und Gespräche sind, erkennt man oft erst in der Retrospektive. So ging und geht es mir immer wieder. Die Schönheit von ganz kleinen Begegnungen, von einem spontanen Lächeln, von kleinen Gesten fürchte ich oft zu übersehen.

 

Was unser Zusammenleben trägt

Auch Dinge wie ein sicheres Umfeld, Wohlstand, Frieden und ein demokratisches Miteinander auf der Basis des § 1 des Grundgesetzes – die Würde des Menschen ist unantastbar – erscheinen mir gerade sehr viel zerbrechlicher, als ich es jemals zuvor wahrgenommen habe. Vieles war in meiner eigenen Blase selbstverständlich, obwohl es das nicht ist.

 

Haltung zeigen

Sich dafür einzusetzen, dass diese Grundlage, die aus unfassbarer Grausamkeit und unendlich viel Leid entstanden ist, im ständigen Wandel Bestand hat – das ist für mich Haltung.

„Sei ein Mensch“, sagt Marcel Reif im Deutschen Bundestag. Vergiss das nie.

 

Ein Beitrag von Regina Arndt, Pastoralreferentin der katholischen Kirche in Düsseldorf-Pempelfort